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„Weil wir immer den richtigen Anschub geben.“

Marius Schneekloth-Herzog, 42, exam. Altenpfleger

Marius Schneekloth-Herzog mag seinen Beruf. Auch, wenn er alles andere als einfach ist und die Bedingungen besser sein könnten.

Mit 17 merkte er bei seinem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Psychiatrie, dass der Pflegebereich genau sein Ding ist. Er bildete sich zum examinierten Altenpfleger weiter und ist seitdem in der Alten- und Krankenpflege tätig. Zunächst arbeitete der 42-Jährige als Festangestellter: „Das hält bei den beruflichen Konditionen keiner lange durch“, erläutert er, „ich war ausgebrannt, wollte aber unbedingt in der Pflege bleiben, weil das meine Berufung ist.“

Die Lösung hieß Zeitarbeit. Schneekloth-Herzog arbeitet seit 2014 bei der Personalagentur Auxilium, einem Kieler iGZ-Mitgliedsbetrieb. Hier kann er seine Arbeitszeit und die Einsätze bei den Kunden mitbestimmen. Da häufige Wechsel coronabedingt vermieden werden, ist er mittlerweile seit acht Monaten im gleichen Haus. In der Regel wird der Altenpfleger für einige Wochen bei einer Einrichtung eingesetzt, nur wenn „Not am Mann“ ist, springt er auch wenige Tage ein. Weil die Kunden ihn mittlerweile kennen würden, werde er auch gezielt angefordert und arbeite mehrfach in denselben Häusern. Die Bewohner freuten sich dann, wenn sie ein vertrautes Gesicht sähen. „Man muss schon der richtige Typ für Zeitarbeit sein“, sagt er, „wenn ich neu in ein Team komme, ist es manchmal wie ein Casting. Dann beurteilen einen die Kollegen ganz schnell, ob sie einen nett finden oder nicht. Die Stimmung in der Pflege ist ziemlich gereizt und das muss man schon aushalten können.“ Die Festangestellten sind oft an den Bedingungen interessiert und davon begeistert, haben selbst aber häufig nicht die nötige Flexibilität, um zu einem Personaldienstleister zu wechseln.

Für Marius Schneekloth-Herzog sei Zeitarbeit genau der richtige berufliche Schritt gewesen, weil man nur mit einem gesunden Körper Kranke gesund pflegen könne - so sein Motto. Die Arbeitgeber außerhalb der Personaldienstleistung machten ihre Angestellten häufig „kaputt“. Dementsprechend sei die Krankenquote unter den Festangestellten hoch und Zeitarbeit sehr gefragt. Als Pflegefachkraft in der Zeitarbeit zu arbeiten, sieht er als Vorteil. Er hat auch ein starkes Interesse an Weiterbildungen, wobei das allgemeine Angebot größer sein könnte. Für die Zukunft wünscht sich der erfahrene Altenpfleger außerdem, dass er als eine Art Job-Coach jüngeren Kollegen zur Seite stehen kann.

 

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